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Alles-außer-Brot-Tag 5: Bratapfelmarmelade

Heute war ich noch in zwei anderen Supermärkten, in der Hoffnung, dass ich dort Marzipan für meine Marmelade herbekomme, aber was soll ich sagen: Pustekuchen! Ich weiß nicht, warum es anscheinend unmöglich ist, aber jetzt musste ich halt improvisieren und habe das Marzipan einfach weggelassen. Also gab´s heute Bratapfelmarmelade ohne Marzipan - dafür mit Rum!

Die Vorbereitung hat ungefähr 60 Minuten gedauert, da ich aus den Äpfeln noch Bratäpfel zaubern musste, bevor ich alles in den Brotbackautomaten geben konnte.
Wie meine erste Marmelade aus meinem neuen Küchenhelfer geworden ist? Einfach perfekt! Sie sieht sehr gut aus, riecht und schmeckt traumhaft und die Konsistenz ist, wie sie sein soll! Der Versuch mit dem Rum war eine super Idee, denn er rundet den Geschmack hervorragend ab.
Falls ihr diese Marmelade nachkochen wollt, teile ich mein Rezept natürlich gerne mit euch:

Zutaten:
1 kg Äpfel
100 g Rosinen
100 g Marzipanrohmasse
80 ml Zitronensaft
1 TL Zimt
8 Tropfen Bittermandelöl
500 g Gelierzucker 2:1

Zuerst werden die Äpfel gewaschen, vom Kern befreit und in kleine Stücke geschnitten. Dann gibt man die Apfelwürfel in eine ofenfeste Form und backt sie bei 190°C Ober- und Unterhitze, bis sie weich und leicht g6ebräunt sind; das dauert etwa 30 Minuten. Wenn sie abgekühlt sind, werden sie in einen hohen Rührbecher gegeben und zusammen mit dem Zitronensaft, der klein gestückelten Marzipanrohmasse (oder in meinem Fall 4 EL Rum!), dem Zimt und dem Bittermandelöl püriert. Es dürfen auch gerne ein paar Stückchen bleiben!
Jetzt wird die Masse in den Brotbackautomaten gegeben, die Rosinen darübergestreut und der Gelierucker darf natürlich auch nicht vergessen werden. Ich habe das Jam-Programm 20 eingestellt und dann musste ich nur noch warten.
Nach 1 Stunde und 20 Minuten war es dann endlich soweit: Die Marmelade war fertig und konnte in ihre Gläser abgefüllt werden! Letztendlich wurden es 1 1/2 Gläser á 500 ml.

Bevor ich die Marmelade gemacht habe, habe ich ein wenig über die Zubereitung im Internet gelesen. Dort haben viele geschrieben, dass es eine Riesensauerei gibt, denn angeblich spritzt die Marmelade aus der Backform, so dass alles auf den Heizstäben landet, einbrennt und man es nie wieder ordentlich sauber kriegt. Da war ich erstmal ein wenig verunsichert, ob ich es überhaupt probieren sollte.
Zum Glück habe ich´s gemacht - denn nichts dergleichen ist passiert! Die Marmelade köchelte brav im Behälter und ich habe keinen einzigen Minispritzer irgendwo gefunden!

Ich werde Marmelade ab jetzt nur noch im Brotbackautomat zubereiten! Jahrelang habe ich ich Marmelade im Topf auf dem Herd eingemacht und jedes Mal habe ich mich vor allen Dingen über eines aufgeregt: Diesen komischen Schaum! Egal was ich gemacht habe, er war einfach immer da!
Und wie ist es im Brotbackautomat? Da gibt es keinen Schaum! Ich habe ihn gesucht, aber nicht gefunden; nicht mal einen Hauch davon!
Der nächste Riesenvorteil ist, dass man nicht aufpassen muss, dass nichts anbrennt, denn auch das passiert hier nicht!
Letztendlich finde ich auch den Geschmack fruchtiger und einfach besser - es gibt also nur Vorteile!

Hiermit geht die Alles-außer-Brot-Woche von meiner Seite aus zu Ende. Ich werde morgen für die letzte Testwoche einkaufen gehen und dann noch ein paar Rezepte ausprobieren, bevor ihr mein Fazit zu lesen bekommt!

Bis bald!