Zurück zur Übersicht

Testerin2019

Müssen Ermittler wie Feuer und Wasser sein?

Ich wurde durch #mytest im Rahmen meiner Testlesung von #Totenweg von #RomyFölck dazu gefragt, warum gegensätzliche Ermittler für die Leserin/den Leser so interessant wirken. Im ersten Moment dachte ich "Tun sie das? Ist das wirklich oft in Krimis so, dass es ein Ermittler-Paar gibt, das total gegensätzlich, ja wie Feuer und Wasser zueinander ist?".

Was soll ich sagen... Den Gedanken hatte ich noch nicht mal fertig gedacht, schon fielen mir die ersten Beispiele ein aus Krimis/Thrillern, die ich zuletzt gelesen hatte.
Ich lese z. B. gerne die Thriller von Jeffrey Deaver. Dort ermittelt Lincoln Rhyme mit seiner Partnerin Amelia Sachs. Rhyme sitzt im Rollstuhl und "bedient" sich an Tatorten Sachs, um eine Begehung machen zu können. Rhyme ist sehr ungeduldig, wenn es um seine Ermittlungen geht und Sachs kann auch richtig impulsiv und stur sein...Ihr denkt das sei kein Gegensatz? Weit gefehlt, denn die Ungeduld zeigt sich bei beiden an unterschiedlichen Punkten der Erzählung und somit gibt es eine ständige Spannung und man ist ständig neugierig, was als nächstes kommt und ob man dem Täter näher kommt.

Was das nun mit dem Buch #Totenweg zu tun hat?
Das ist leicht zu beantworten...Auch #RomyFölck bedient sich in ihrem Kriminalroman #Totenweg unterschiedlicher Charaktere, um eine stetig hohe Spannung zu erzeugen und es der Leserin / dem Leser noch schwerer zu machen, das spannende Buch wegzulegen.
#RomyFölck schreibt eine Geschichte, die sich eigentlich in Fridas Leben abspielt. Als ihre Freundin vor vielen Jahren ermordet wurde, wendet sie ihrer Heimat und ihren Eltern den Rücken zu. Als dann ihr Vater hinterhältig niedergeschlagen wird und um sein Leben kämpft, kommt Frida, die zwischenzeitlich Polizistin ist, wieder in ihre Heimat zurück... Und trifft dort auf Kriminalhauptkommissar Haverkorn. Dieser hat auch schon im Fall der ermordeten Freundin von Frida ermittelt.
Frida hat kein Vertrauen zu Haverkorn, sie fürchtet er ermittele immer noch wegen dem ungeklärten Mordfall, bei dem sie etwas verheimlicht hat. Sie verheimlicht daher weiterhin wichtige Erkenntnisse und ermittelt quasi im Alleingang, um den Täter ihres Vaters zu finden.
Haverkorn hingegen vertraut auf sein Bauchgefühl und versucht professionell und ruhig zu ermitteln. Er bindet immer wieder Kollegen, aber auch Frida, mit ein. Sein Ziel ist es, den ungeklärten Mordfall sowie das fertige Attentat auf Fridas Vater zu klären.

Beide kommen jeden Tag an ihre Grenzen... Hierbei prickelt es sich für die Leserin / den Leser gewaltig. Man denkt so oft "Frida, jetzt tu dich doch endlich mit Haverkorn zusammen!" oder "Mensch, Haverkorn, checkst du es nicht, was gerade in deiner Nähe passiert?".

Und genau das ist es...Die Anziehungskraft, die das Buch hat, wird nicht nur durch die ständig wechselnde Perspektive für die Leserin / den Leser geschaffen, sondern auch durch diese beiden Hauptdarsteller, die sich aneinander reiben und immer wieder eine neue Situation ins Feld bringen.

Und dass #Totenweg tatsächlich so spannend ist, könnt ihr an meinem Bild sehen... Wenn selbst die Katze die Pfoten nicht mehr aus dem Buch lassen kann 😉😂