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Mondelfchen

Emiline

Alleine für den Namen liebe ich die Hauptfigur von "Nur einen Herzschlag entfernt": Emiline, noch nie gehört und wunderschön.
Ich konnte mich von Anfang an gut in Emiline hineinversetzen: so gleichförmig viele Lebensläufe auch sind, Geburt, Kindergarten, Schule, Studium/Ausbildung, Arbeit, Familie/Kinder etc., so gibt es doch in jedem Ereignisse, die seine Einzigartigkeit ausmachen und durch die er erkennbar und die Protagonisten identifizierbar werden. Ich wäre ebenso verwirrt und aufgewühlt wie Emiline, würde ich plötzlich einen Roman über mein Leben in den Händen halten, mit Details, die nur bestimmte Menschen wissen können..
Besonders anrührend waren für mich die Schilderungen ihrer Kindheit und Jugend in "All die Straßen auf unserem Weg", dem Roman im Roman.
Später jedoch gab es eine Phase, in der ich die aktuelle Emiline etwas anstrengend fand... ständig weint sie und manchmal empfinde ich sie etwas widersprüchlich, wenn sie sich z.B. erst Gedanken über ihre Beziehung macht und fast schon an Trennung denkt, sich aber im nächsten Augenblick wieder an ihren Freund schmiegt, doch das gibt sich auch wieder und gegen Ende ist mir Emiline wieder genauso sympathisch wie auf den ersten Seiten.