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Das Beste an der Olympus Pen

Ein Aspekt, der die Olympus-Pen für mich extrem attraktiv macht, ist die Möglichkeit mit der Kamera auch Bilder in einem anderen Format aufzunehmen als nur JPEG. Das ist meiner Meinung nach wirklich das allerbeste an der Kamera und macht sie für mich zu einem Must-Have. Ich kann Bilder in JPEG aufnehem (und hier zwischen verschiedenen Qualitätsstufen wählen) - was aber vor allem für die Nachbearbeitung interessant ist, ist Fotos in einer noch hochwertigeren, größeren und qualitativerem Format zu speichern, nämlich im RAW, das ist ein Rohdatenformat. Auch hier kann ich zwischen verschiedenen Qualitätsstufen auswählen. Ich mache es immer so, dass ich gleichzeitig JPEG und RAW nehme (JPEG in einer kleinen Qualität, das RAW in hoher Qualitätsstufe). Hier sieht man, wie das dann auf der Speicherkarte aussieht - Ein JPEG-Bild hat hier zwischen 4 und 6 MB, das RAW vom selben Bild nimmt gleich zwei- bis dreimal so viel Datenmenge ein:



Was mir das ganze bringt? Ist ein Bild mal zu dunkel geworden, oder möchte ich die Sättigung stärker oder irgendwelche Bearbeitungen machen, liefert mir das RAW-Format dafür exquisite Rohdaten, die ich ganz einfach und schnell bearbeiten kann. Dafür braucht man ein Fotobearbeitungsprogramm auf dem PC, ich nutze Photoshop. Da öffnet sich dann ein extra Fenster zur Bearbeitung des RAWs - und obwohl ich mich nicht gut mit Photoshop auskenne, das RAW-Menü ist simpel und einfach zu bedienen und mit ein paar wenigen Handgriffen kann ich das Aufhell-Licht regeln, die Farb-Dynamik und Sättigung herausnehmen oder verstärken, ein blaustichiges Foto ganz schnell in warmes Licht tauchen, Rauschen entfernen oder nachschärfen. Beispiel: JPEGs erlauben pro Farbkanal nur 256 Helligkeitsabstufungen (8 Bit), demgegenüber enthalten Rohdatenformate meist 10, 12 oder 14 Bit an Helligkeitsinformation - ich kann also unglaublich viel hinterher noch aus dem Bild herausholen, selbst bei einem Bild, das zunächst so aussieht als sei es nichts geworden.

Hier habe ich ein Bild von einem alten Koffer gemacht und einen Screenshot, während ich das RAW bearbeite.



Soweitsogut.

Jetzt noch ein konkretes Beispiel und ein Bildervergleich, wieder ein Bild von dem selben Koffer, diesmal ein Detail:

Das Original JPEG: Dieses Foto habe ich bei wenig Licht am Abend aufgenommen, es ist sehr blau (denn der Koffer ist in Wirklichkeit orange-braun). Es sind keine starken Kontraste im Bild, alles schwimmt eher in verschiedenen Grautönen:



Dazu das bearbeitete RAW. Ich habe lediglich die Farbtemperatur etwas "wärmer" reguliert; mehr Aufhell-Licht, aber auch mehr Kontrast und Schwarz in das Bild hineingebracht; die Dynamik hochgezogen und eine ganz leichte Vignette um das Bild gelegt. Voilá!



Ich denke, es ist schön ersichtlich, wie die Struktur und der Kontrast des Bildes sich verändert hat und sehr viel mehr realistischer wirkt.

So. Damit habe ich hier meinen Lieblingsaspekt der Olympus Pen dargestellt. Die Möglichkeit RAW-Daten aufzuzeichen gibt mir professionelle Bildqualität, die ich nicht mehr missen möchte. Ich fotografiere nur noch mit RAW. Und daher ist die Olympus Pen für mich mehr als begehrenswert.