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Tazzia

Wenn man nur das daheim braucht, um Traumata zu verarbeiten...

Mhmm... ja... ich mag Sheridan... und theoretisch finde ich ihr Handeln, ihr ankommen daheim und ihr Denken, über ihre Vergangenheit ehrenvoll.... wenn... ja wenn... ich es nicht befremdlich empfinden würde, dass eine Frau, die derart traumatische Erlebnisse teil ihrer Vergangenheit nennt, wie Vergewaltigung, verbotene Kurpfuscherabtreibung, Entführung und dem eigenen Tod nur knapp zu entkommen, mit ein wenig Pferdestreicheln, singen und oberflächlichen Gesprächen mit der Familie anscheinend wunderbar verarbeitet. Andere , normale, Menschen brauchen dafür Therapien, professionelle Hilfe und jahrelange Begleitung, um nur einen Bruchteil davon zu verarbeiten.... aber Sheridan kommt mit ein paar Alpträumen davon... es sei ihr gegönnt... und vielleicht würde es dem Buch auch eine unnötige Schwere verleihen, wenn man mehr aus Posttraumatische Syndrome eingehen würde... aber mal ehrlich... ein klein wenig mehr würde es glaubhaft machen. So kommt es als "alles halb so wild" rüber... und in Anbetracht dessen, dass es Menschen gibt, mit realen, Traumata...
Schön beschrieben sind die Orte... die Farm kann man vor seinem geistigen Auge sehen. Man riecht beinahe das Heu und die Pferde. Und man wünscht Sheridsn, dass sie endlich etwas aus ihrem Talent macht...