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EvelynM

Sheridan Grant - eine vielschichtige "Figur"

Sheridan Grant ist eine vielschichtige und detailliert gezeichnete, junge Frau. Das Leben hat es ihr bisher wirklich nicht leicht gemacht. Da ich eine Quereinsteigerin bin und die beiden vorigen Bücher nicht kenne, lerne ich sie jetzt durch geschickte Rückblenden in ihre Vergangenheit besser kennen. Ich halte sie für eine starke Persönlichkeit, die zur Selbstreflexion fähig ist. Erstaunlich, dass sie sich beim Besuch beim Mörder ihrer Mutter fragt, ob sie ebenfalls eine Psychopathin ist. Ich mag Sheridan sehr, denn sie ist nicht eindimensional, sondern trägt all diese widersprüchlichen Gefühle und Charakterzüge in sich, die es zuhauf im Leben gibt. Dabei kämpft sie endlich für das, wofür sie brennt: eine Karriere als Sängerin! Da war es letztlich gut, dass ihr ehemaliger Direktor an der High School ihr den Abschluss verweigert und sie zum Umdenken zwingt. Toll finde ich auch, wie ihre Familie zu ihr steht, obwohl sie so lange keinen Kontakt hatte und abgetaucht war.
Nele Neuhaus schreibt einfach toll. Ich kannte bisher nur ihre Krimis und nun überzeugt bzw. begeistert sie mich auch im Genre Roman. Ich habe große Lust, Sheridan auch durch die ersten beiden Bücher zu begleiten.