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Acreman.Mela

Nach den ersten 150 Seiten..

Wer Nele Neuhaus kennt und liebt, weiß das ihr Schreibstil es einem unglaublich leicht macht in der Welt von Sheridan Grant einzutauchen. Gerade wenn es schon ein Weilchen her ist, dass man die anderen Teile gelesen hat, werden die Erinnerungen auf den ersten 100 Seiten gut aufgefrischt.
Sheridan wirkt inzwischen reifer,scheint sich aber selbst noch nicht gefunden zu haben. Ihre Gedanken wirken klassisch für eine Frau Anfang 20, die mit ihrer Zukunft noch hadert. Entscheidungen trifft sie oftmals überstürzt, ohne viel nachzudenken. Der großen Liebe fiebert Sheridan trotzdem sehnsüchtig, mit einem guten Hauch Naivität, entgegen. Zudem ist der Frust der gescheiterten Beziehungen noch gut spürbar für sie.
Sheridan wirkt durch die Erlebnisse der letzten Jahre mitgenommen und erschöpft, was auf Grund ihrer Vergangenheit verständlich ist. Weder Esras Amoklauf, die unklare Vergangenheit ihrer Mutter, noch die inzwischen lang beendete Liebesbeziehung zu Horatio scheint sie verarbeitet zu haben. Dadurch wirkt sie besonders zu Beginn der Geschichte depressiv und auch ein bisschen verloren. Sie zweifelt sehr an ihrer Familie, was für mich persönlich nicht immer nachvollziehbar ist,aber trotzdem irgendwie ihrem Naturell entspricht.
Es bleibt abzuwarten, wo der Sturm Miss Grant hinweht.