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Leseratte0208

Fazit

Testwoche 4:
Teil 3 der Sheridan-Grant-Serie "Zeiten des Sturms" von Nele Neuhaus.

Thema: Fazit

Suchtpotential Hoch 10!

Nach Erhalt des Buches habe ich sofort angefangen zu lesen. Ich konnte das Buch nicht mehr (freiwillig) aus der Hand legen und so hatte ich "Zeiten des Sturms" innerhalb von 2 Tage fertig gelesen.

In dem 3. und letzten Teil der Sheridan Grant Serie geht es im Grossen und Ganzen darum, das Sheridan ihre Vergangenheit verarbeitet und bereit für neue Lebensschritte ist.

Teil 3 kann man auch ohne die beiden vorherigen Bände gelesen zu haben sehr entspannt lesen, da immer wieder das bereits erlebte nachvollziehbar beschrieben wird.

Bei mir war das Lesen der ersten beiden Bände eine Zeit her und so konnte ich mich sehr gut wieder erinnern.

Im Buch geht es um die Hauptfigur Sheridan Grant. Eine junge Frau Anfang 20, geboren in Deutschland, aufgewachsen im Herzen Amerikas in Nebraska auf der Farm ihrer Tante Rachel, die Sheridan nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Mann aus Deutschland holte und adoptierte.

Sheridan Grant hat ihre Mutter durch einen brutalen Mord verloren und wuchs bei ihrer Tante auf, die sie aber nie wirklich, trotz Adoption, als Teil der Familie akzeptierte.
Dadurch durchlebte Sheridan eine teils traumatische Kindheit und Jugend, die zu immer mehr schicksalhaften Erlebissen führte. Sheridan floh vor ihrer Vergangenheit und den auf der Willow Creek Farm und in Fairfield, ihrer Heimatstadt, Erlebten.
Dieses wird in den ersten beiden Bänden der Sheridan-Grant Serie behandelt.

In Teil 3 geht es darum, dass Sheridan kurz vor Ihrer Hochzeit, weit entfernt von der Willow Creek Farm, Zweifel bekommt und auf die Farm nach Nebraska zurückkehrt.

Dort angekommen fängt für sie, durch einige Umstände getrieben, die Verarbeitung ihrer Vergangenheit auf der Farm und in Fairfield, aber auch die aktuellere Vergangheit ihres Lebens ausserhalb der Farm und Nebraskas auf ihrer "Flucht vor der eigenen Vergangenheit" an.

Zudem ergibt sich urplötzlich für sie die Möglichkeit ihren grössten Traum seit Kindertagen, Sängerin zu werden, zu verwirklichen.

Das Buch ist aus zwei unterschiedlichen
Perspektiven erzählt, die sich immer wieder abwechseln.

Die erste Perspektive ist in der "Ich"- Form aus der Sicht der Hauptfigur Sheridan Grant, die zweite Perspektive aus der 3. Person mit der Figur Marcus Goldstein geschrieben.

Die Sheridan-Perspektive zieht den Leser direkt in den Bann der Figur Sheridan und man fühlt beim Lesen jede einzelne Emotion.

Die Marcus Goldstein-Perspektive verleiht dem Roman die aufklärende Sachlichkeit.

Beide Perspektiven im Wechsel lassen kein Gefühl der Langeweile oder Zähigkeit, die ein 526-seitugen Roman haben könnte, aufkommen. Ganz im Gegenteil: Mit jeder gelesenen Seite mlchte man mehr erfahren und taucht in die Gefühlswelt Sheridans ab.

Mein Fazit:
Nele Neuhaus schafft es von der ersten Zeile an den Leser zu fesseln.
Man taucht in die Welt der Hauptfigur durch die in "Ich"-Form geschriebenen Kapitel ein. Die Gefühle, Ängste, Sorgen, Zweifel aber auch das Glück und die freude schwappen beum Lesen auf einen über. Die in der 3. Person geschriebenen Kapitel verschaffen einen guten Überblick auf die gesamte Story und wirken wie ein "Durchschnaufen".

Die Story wirkt nicht überladen, wenn auch ab und an etwas skuril, da man kaum glauben mag, dass ein Mensch in so jungen Jahren, wirklich so viel erleben/erleiden muss.
Dies tut aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Die Einbettung geschichtlicher Ereignisse gibt dem ganzen Buch nochmals eine besondere Note und lässt einen noch mehr drüber nachdenken, wie dicht Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander untrennbar verbunden sind.

"Zeiten des Sturms" von Nele Neuhaus ist ein wirklich sehr zu empfehlender Roman der einen nicht mehr loslässt!