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Tamy_B_

Bye bye Sheridan…

Über vier Wochen hinweg haben wir Sheridan durch viele Hochs und Tiefs begleitet - nun heißt es Abschied nehmen und Resümee ziehen!

Mit „Zeiten des Sturms“ hat die deutsche Erfolgsautorin Nele Neuhaus, die den meisten eher durch ihre Taunuskrimis bekannt ist, den letzten Band und wie ich finde auch einen würdigen Abschluss ihrer Sheridan Grant-Trilogie vorgelegt. Nele Neuhaus hat zugleich bewiesen, dass sie neben fesselnden Krimis durchaus auch mitreißende Unterhaltungsliteratur schreiben kann.
Nele Neuhaus‘ mitreißender Schreibstil und ihr hohes Erzähltempo gefallen mir wirklich gut, so dass man nur so durch die Seiten fliegt und alles andere um sich herum vergisst.
Die Autorin hat ihre Geschichte um Sheridan mit reichlich Dramatik, großen Emotionen und unerwarteten Wendungen versehen, so dass kann man der Verwirklichung Sheridans‘ großen Traums Sängerin zu werden, gebannt mit verfolgt. Gelungen sind die atmosphärischen Beschreibungen von Land und Leuten, auch das ganze Flair des Musik-Business finde ich sehr fesselnd und treffend eingefangen.
Die gelungene Mischung aus allem lässt uns Leser*innen in eine andere Welt eintauchen, sorgt für einen guten Spannungsbogen und beschert uns abwechslungsreiche und packende Lesestunden. Schade nur, dass viele Entwicklungen für meinen Geschmack doch etwas zu klischeehaft und unglaubwürdig waren, und zudem manche Wendung einfach zu viel des Guten.
Dafür versteht es die Autorin aber ihre so unterschiedlichen Charaktere zu entwickeln. Vor allem ihre Protagonistin Sheridan Grant ist eine wirklich faszinierende Figur, die von Nele Neuhaus sehr vielschichtig und detailgenau gezeichnet ist. Sie hat in ihrem noch kurzen Leben schon ganz schön viel durchmachen müssen und es nicht leicht gehabt. Sie ist zu einer selbstbewussten, mutigen jungen Frau herangewachsen, die mit Herzblut ihre Musikerinnen-Karriere verfolgt, aber auch jede Menge Komplexe und Ängste mit sich herumschleppt, innerlich zerrissen und sehr verletzlich wirkt.
Ihre problembehaftete Vergangenheit verfolgt sie nicht nur in ihren Erinnerungen noch, sondern holt sie auch in der Wirklichkeit immer wieder ein.
Sheridan ist eine sehr interessante Persönlichkeit mit vielen Ecken und Kanten und durchläuft im Laufe der Story eine interessante und glaubwürdige Entwicklung.

MEIN FAZIT
Ein stimmiger Abschluss der Sheridan Grant-Trilogie und eine mitreißende, abwechslungsreiche und unterhaltsame Geschichte, die sich auch als Stand alone lesen lässt!
Trotz einiger Schwächen ein kurzweiliges und fesselndes Lesevergnügen für den Sommerurlaub!
Von mir gibt es: **** von 5en

Ab morgen findet sich meine ausführliche Rezension dann auch bei Lovelybooks, Vorablesen, WLD, Lesejury und diversen Online-Buchhandlungen!