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Er ist da und wir unterwegs :-)

Er ist da :-)

Letzte Woche wurde der langersehnte Buggy per Paketdienst direkt vom Hersteller Joie geliefert.
Der Buggy kam gut verpackt in einem großen Karton bei uns an. Hierbei überraschte das sehr geringe Gewicht, das zwar auf dem Papier bekannt war, aber wenn man die 4,5 kg selbst in der Hand hat, merkt man erst wie schwer unser normaler Kinderwagen ist :-)
Nach dem Auspacken kam die Überraschung. Der Buggy stank ziemlich nach Kunststoff und wurde so erstmal 2 Tage zum Auslüften auf den Balkon gepackt.
Evtl. könnte man das in den Griff bekommen wenn man das Ganze nicht in einer großen Plastiktüte verpacken würde, sondern einfach nur so in den Karton stellen würde.

Der Aufbau gestaltete sich spielend. Es mussten nur die vier Räder angeklippt werden und das Verdeck, sowie die Ablage zwischen den Rädern mit Druckknöpfen, Klammern und Klettverschlüssen festgemacht werden.
Hierbei kamen mir die Räder wie Spielzeug vor…
Man muss dazu sagen, unser richtiger Kinderwagen / Sportwagen ein Modell mit 12“ Luftbereifung ist. Damit fährt es sich in jeder Lebenslage butterweich.
Nachdem der Buggy sich der unerwünschten Düfte entledigt hatte, stand die erste Testfahrt auf dem Plan. Wie erwartet gestaltete sich diese zuerst schwierig, da sich unser Sohnemann kritisch gegenüber dem neuen Wagen zeigte :-) Mit etwas Überzeugungsarbeit und Keksen :-) gelang es, ihm die neue Kutsche schmackhaft zu machen.
Der Wagen selbst kommt in einem zeitlosen Schwarz daher. Im Verdeck sind zur Auflockerung auf der Innenseite grüne und weiße Streifen gedruckt.
Optisch macht der Buggy einen sehr guten Eindruck auf mich.
Die Rückenlehne lässt sich einfach und schnell verstellen. Ein großer Schwachpunkt ist aber der Winkel. Leider ist die Lehne immer ein gutes Stück geneigt und lässt sich nicht senkrecht stellen. Mein Sohn will aber senkrecht sitzen und in der Gegend herumkucken. Aus meiner Sicht somit ein klarer Minuspunkt.
Die Sitzfläche ist ausreichend dimensioniert, auch die verstellbare Schenkelablage macht einen guten Eindruck.
Die Lehne selbst ist leicht gepolstert. Die Gurte kann man in 3 verschiedenen Höhen anbringen, was sich relativ leicht gestaltet, aber wirklichen Belastungen aufgrund des Konstruktionsprinzips der Halterung nicht standhält. Plastikteile sind durch Schlitze in der Lehne gesteckt und verklemmen sich hinter dem Schlitz.
In das Gurtschloss lassen sich die Gurte von beiden Seiten getrennt einstecken. Leider ist der Gurt jeweils zweigeteilt und das Zusammenfügen somit jedes Mal eine ziemliche Fummelei. Schlecht, wenn es schnell gehen muss, weil das Kind nicht im Wagen sitzen will.
Die Räder sahen beim Auspacken und in der Wohnung Spitze aus.
Auf dem Laminat fuhr sich der Wagen damit auch wunderbar. Aber leider reagieren die kleinen Plastikräder auf jede Unebenheit sofort und sahen nach der ersten Fahrt auf der Straße vor dem Haus bereits sehr abgenutzt aus.
Jedoch fährt sich der Aire Lite
sehr angenehm auf gerader Straße. Er lässt sich durch die drehbaren Vorderräder wunderbar lenken und hat einen sehr kleinen Wendekreis. Bei Bedarf können die Vorderräder auch festgestellt werden. Auf einem Wald-/ Schotterweg fährt er sich jedoch sehr gewöhnungsbedürftig.
Durch sein geringes Gewicht und die schmale Breite ist er sehr kippelig, man sollte also beim schnelleren Kurvenfahren sowie beim Hoch- und Runterfahren von Bordsteinen aufpassen, dass man nicht aus dem Gleichgewicht kommt.
Auf Treppen merkt man das leichte Gestell und hat beim Ziehen und Schieben Angst, dass etwas am Gestell oder Bügel zerbricht.
Der Bügel fühlt sich gut in der Hand an und lässt sich in diversen Positionen kippen. Das ist zum einen nützlich, zum anderen aber für jemanden wie mich mit über 1,80m etwas lästig, da wenn ich den Bügel hoch stelle der Winkel zum schieben nicht mehr stimmt und ich so mehr Kraft aufwenden muss um gut vorwärts zu kommen und meine Arme verrenken muss.
Diese Konstruktion ist vermutlich dem Preis und dem Gewicht geschuldet.
Das Zusammenklappen geht spielend von der Hand. Mit etwas Übung auch einhändig. :-)
Beim Ausklappen benötige ich zumeist noch zwei Hände, versuche aber den Dreh noch rauszubekommen, wie das auch mit einer Hand von statten geht.
Er ist allerdings nicht ultrakompakt, wenn er zusammengeklappt ist. Spontan schätze ich ihn auf etwas mehr als die Hälfte meines zusammengeklappten Kinderwagens. Nimmt dadurch immer noch genug Platz im Kofferraum weg, ist aber auch kein billiger Segeltuchbuggy, der einfach nur in der Mitte wie eine Schere zusammengeklappt wird. Die Größe ist der Tribut an die Bequemlichkeit.
Was mich erschreckt ist die UVP von 150€.
Hätte ich den Buggy für diesen Preis bestellt, hätte ich ihn ehrlich gesagt wieder zurück geschickt. Meiner Meinung nach passt hier das Preis-/Leistungsverhältnis nicht so ganz.
Jedoch fehlt mir hier der Vergleich zu anderen Buggys.
Wir fahren und testen auf jeden Fall weiter.
Zumindest macht mein Kleiner das Ganze bisher ganz gut mit :-)