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beangel

Mehr Beweglichkeit bei der Rasur - Doch lohnt sich der hohe Preis wirklich?



Flexibel wie immer - das ist auch der neue Swirl Rasiere. Alle Venus Klingen passen auf alle Venus Rasierer (außer Simply Venus). Das fand ich schon immer super praktisch, da ich so auch mal eine andere, ältere Venusklinge verwenden kann – falls z.B. die Swirl gerade aus sind oder ähnliches.

Fünf Klingen hat der Venus Swirl was natürlich an sich schon besser wie drei (im Vergleich zum Standardmodell) ist. Dazu kommt der besondere Gelenkkopf, welcher für noch mehr Beweglichkeit und Anschmiegsamkeit des Rasierers sorgen soll. Er wurde auf den Wunsch vieler Kundinnen hin entwickelt, um den Konturen an schwierigen Stellen zu folgen. Besonders an Knieen und Knöchel war es nicht ganz so einfach eine optimale Rasur zu erhalten. Eine falsche Drehung aus dem Handgelenk und man konnte sich durchaus Schnitte zuziehen.



Was auch auffällt ist die große lila Fläche um den Rasierer. Hier handelt es sich um MoistureGlide. Mit Wasser bildet es einen Gleitfilm und somit ist im ersten Moment auch kein Rasiergel/-schaum nötig. Je abgenutzter die MoistureGlide wird desto wichtiger wird dann aber doch die Kombination mit Rasiergel/-schaum.

Direkt unter den Klingen sitzt ein sogenannter MicroFine Kamm. Er richtet die Haare mit 51 Zacken beim darüber fahren auf, sodass sie besser von den Klingen erfasst werden können.

Wenn der Rasierer auch den Eindruck macht das hier viel Metall im Spiel ist – alles nur Plastik in Metalloptik. Der Funktion tut das aber keinen Abbruch. Am Gewicht merkt man es am besten – das Venus Swirl Modell ist leichter als man zunächst annimmt.

Die Klingen lassen sich gewohnt leicht aufklicken und halten vor allem auch bestens. Ich hatte vor kurzem erst einen Rasierer der dm Markt Eigenmarke Balea getestet und hier rutschten die Klingen immer wieder vom Rasierer runter. Deswegen ist mir das auch sehr wichtig das ich hier sicher bin.


Rasur/ Effektivität
Es ändert sich bei der Anwendung nicht viel. Allerdings fällt mir sofort auf das man im ersten Moment den Eindruck hat der Rasierer macht was er will indem er sehr locker und mit der erwähnten Beweglichkeit über das Bein gleitet. Der Rasierkopf des Venus Swirl kann sich nämlich genau um 36 Grad nach links und rechts bewegen.  Etwas ungewohnt aber das legt sich.

Nach der zweiten Rasur fällt diese neue Bewegungsfreiheit gar nicht mehr so krass auf und die Rasur ist vor allem an den Beinen, Knie und Knöchel inbegriffen, sehr angenehm. Die fünf Klingen merkt man deutlich. Es geht einfacher und schneller mit der Rasur. Das mag vielleicht auch zum Teil daran liegen, daß die Klingen sich unabhängig voneinander bewegen und damit noch besser anliegen können.

Allerdings hat der Rasierkopf durch die 5 Klingen auch an Größe zugelegt. Das merke ich vor allem untern den Armen und an anderen engeren Stellen nur zu deutlich. Da ist der Rasierer dann doch nicht ganz so handlich wie das 3 Klingen-Standard Modell.

Man hat zwar versucht mit der Innovation auch die Klingen schmal zu halten (siehe Vergleich) aber mit dem ganzen Drumherum ist der Venus Swirl Rasierer trotzdem ein gutes Stück größer.
Mein Fazit
Auf langen Strecken mit entsprechenden Rundungen ist der neue Gillette Venus Swirl wirklich eine Innovation. Die fünf Klingen lassen ihn an Effektivität zulegen und auch seine Gleit- und Rasureigenschaften sind hervorragend.

Seine Größe ist in meinen Augen jedoch auch sein Manko. Je enger es wird desto schwieriger rasiert es sich mit dem Gillette Venus Swirl. Unter den Armen habe ich das gemerkt aber auch an anderen Stellen ist es schwierig. Hier ist das Gilette Venus Standardmodell mit drei Klingen besser und vor allem kleiner. So ganz will ich also, trotz der Gillette Innovation, nicht auf das Venus Standardmodell verzichten. Zudem ist der Preis der Swirl Innovation sehr hoch, da überlege ich durchaus zweimal wann ich diese verwende. Das Standardmodell ist vom Preis her eben günstiger und qualitativ nicht sooo viel schlechter – auch ohne die Beweglichkeit.

Wenn man sich den Vergleich ansieht bin ich deswegens der Meinung das Gillette hier auch problemlos einen schmaleren Kopf mit den fünf Klingen hinbekommen würde. Dann eben ohne die große MoistureGlide Fläche. Diese lässt sich auch gut mit dem Einsatz von Rasiergel/-schaum ersetzen.

Für mich hat Gillette sowieso schon auf einem sehr hohen Level und diese eigene Qualität dann nochmal zu toppen finde ich richtig schwer, da eigentlich alle Modelle Top Rasurergebnisse liefern. Für mich ist daher eine Kombination die ideale Lösung. Für Beine (Knie und Knöchel) ist der neue Swirl toll und auch sehr effektiv. Aber dort wo es enger ist kommt man mit dem Standardrasierkopf von Venus Gillette besser zurecht. Auch preislich finde ich diese Kombilösung momentan am idealsten.