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Retro

Echt.

Echt. Dieses Wort beschreibt "Find' mich da, wo Liebe ist" von Anstey Harris wohl am besten für mich.
Ich durfte das Buch im Rahmen eines Produkttests vorab lesen und habe mich in die Geschichte, aber auch in die Charaktere verliebt.

Wer das Buch selber noch lesen möchte, sollte den Bericht vielleicht nicht lesen. Ich versuche nicht zu viel vom Inhalt zu verraten, kann aber nicht versprechen, dass mir nichts herausrutscht.

Vorab möchte ich euch etwas über die verschiedenen Aspekte erzählen, die das Buch ausmachen.

Das Cover:
Ja, auch die Optik eines Buchs kann einen großen Unterschied machen. Ob wir ein Buch aus dem Buchladen mit nach Hause nehmen, hängt sehr oft davon ab, wie das Buchdesign auf uns wirkt.
"Find' mich da, wo Liebe ist" ist wundervoll gestaltet. Das Cover zeigt eine Frau vor einem Nachthimmel, auf dem gerade ein Feuerwerk zu sehen ist. Die Feuerwerkexplosionen sind dabei erhaben, sodass man das Cover nicht nur sehen, sondern auch fühlen kann.
Und das Feuerwerk ist tatsächlich wundervoll passend gewählt, weil man beim Lesen auch eine Art Feuerwerk-der-Gefühle durchlebt. Dazu aber im Bericht mehr.

Die Charaktere:
Grace, die Hauptfigur in diesem Buch, ist eine Person, um die man sich beim Lesen sorgt. Man wünscht ihr nur das Beste, denn nach all dem, was sie bereits durchlebt hat, will man sie nur glücklich sehen. (bzw. lesen ;) )
Mit David, ihrem Lover, konnte ich mich von Anfang an leider nicht anfreunden. Ihre Liaison war zwar leidenschaftlich und schmerzlich intensiv, aber leider konnte ich noch nie Verständnis für Menschen empfinden, die bei ihrem Partner bleiben, obwohl sie keine Liebe mehr für ihn oder sie empfinden. Selbst wenn Kinder der Grund für das Zusammenbleiben sind.
Nadia ist ein hervorragender Charakter. Über die Geschichte hinweg spielt sie eine sehr wichtige Rolle in Graces Leben. Mein persönlicher Liebling im Buch.

Die Story:
Grace ist ein sehr empfindsamer Mensch. Eher introvertiert und mit einem enormen musikalischen Talent. Sie liebt und lebt das Cello-spielen. Das wurde im Buch ganz wundervoll beschrieben.
Grace baut Geigen und Violoncelli und hat sich mit ihrem eigenen Laden einen Traum erfüllt.
Privat hatte Grace im Leben nicht viel Glück. Erst flog sie von der Musikschule, dann verliebte sie sich in einen verheirateten Mann mit Kindern und zu guter letzt wurde sie schwanger und erlebte eine Fehlgeburt.
All diese Schicksalsschläge drücken Grace herunter. Sie entwickelt die Angst, vor anderen ihre Leidenschaft, das Cello-spielen, auszuleben. Das funktioniert nur noch in ihrem Kokon.
Die Affäre mit David ist schon lange mehr als eine Affäre. Nur, dass die beiden ihre Beziehung nicht frei führen dürfen, weil David verheiratet ist und Kinder hat, die er weder aufgeben, noch vernachlässigen möchte. Und das funktioniert in seinen Augen nur, wenn er bei seiner Frau bleibt, bis seine Kinder reif genug sind, um eine Trennung zu verstehen.
Ein schicksalhafter Abend in Paris ändert alles für David und Grace...

Mehr möchte ich in diesem Bericht nicht verraten.


Mein Fazit:
Die Geschichte wirkt so echt. So wunderbar echt. Man kann das Buch kaum aus den Händen legen, wenn man erstmal in die Geschichte hinein gesogen wurde. Ich konnte das Buch in wenigen Sitzungen verschlingen und habe dabei gelacht, geschmunzelt, geweint und den Kopf geschüttelt. Man kann so viele Emotionen spüren, während man dieses Buch liest und das macht für mich ein gutes Buch aus.
Manche haben die detaillierten Beschreibungen der Musikinstrumente kritisiert. Genau das war ein Punkt, der mir besonders gefallen hat. Es geht schließlich um die Geschichte von Grace und Grace liebt ihre Musikinstrumente. Da ist es nur richtig, dass diese im Detail beschrieben werden.

Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und würde es jederzeit weiterempfehlen.