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Testmaus21

Sophia lässt sich nicht unterkriegen

Die arme Sophia, sie ist wirklich vom Schicksal gebeutelt. Für eine moderne Frau unserer heutigen Zeit ist das schon alles kaum zu glauben. Natürlich weiß man, dass die Verhältnisse so waren, aber da das Buch so toll geschrieben ist, kann man sich super in Sophia hinein versetzen und da läuft es mir teilweise kalt den Rücken herunter. Es ist schon faszinierend, dass Sophia die Kraft hat, ihren Eltern (besonders dem charismatischen Vater) und dem feigen Geliebten die Stirn zu bieten und sich trotz aller Widrigkeiten für ihr Kind zu entscheiden. Sicher freut sich auch heute niemand, wenn er ungeplant schwanger wird, aber wenn man das so liest, wird einem schon klar, wie gut wir es heute haben mit existenter Familienplanung : Pille, Pille danach, Aufklärungsprogramme usw. Auch ist es zwar keine Freude, aber auch keine Schande, als ledige Frau ein Kind zu erwarten. Wie anders war das doch vor gut 90-100 Jahren. Interessant, das mal so plastisch vor Augen geführt zu bekommen.
Mich faziniert an Sophia, dass sie trotz aller Widrigkeiten unbeirrt ihren Weg geht und sich auch nicht bevormunden und verunsichern lässt. Natürlich ist es ein harter Weg für sie, bis sie zu dieser Einsicht gelangt, aber sie geht diesen Weg und kommt schließlich an das für sie richtige Ziel.
Man kann von ihr lernen, dass man sich immer nur selber treu sein sollte gemäß dem Motto : "I don't care, what people say".