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FoodJunkie

Lesetagebuch. Teil 1

Abends, eingekuschelt in eine Decke und mit einer Tasse Tee legte ich mit dem ersten Kapitel los. Wie im Klappentext beschrieben, so hat das Buch auch angefangen. Ich war schon sehr gespannt darauf, wie es mit Karen und ihrem Chef weiter gehen wird, wenn sie wieder aufeinander treffen.
Der Schreibstil ist angenehm und liest sich leicht. Die Kapitel sind überschaubar, erzählen aber genug, um ausreichend Informationen zu erhalten und der Geschichte folgen zu können.
Nach 80 Seiten wurde zu der Protagonistin noch nicht viel verraten, trotzdem blieb die Spannung auf hohem Level. Die Umgebung um Doggerland wird detailliert beschrieben, aber nicht zu penetrant, dass man sich langweilen würde. Man konnte sich in die Szenerie gut hinein versetzten und die Geschehnisse mitverfolgen. Hat man eine ausgeprägte Phantasie, war man fast mit dabei. Die Anzahl der Charaktere ist passend, nicht zu viel, so dass man sich nicht zu viele Namen (die im Norden ja etwas gewöhnungsbedürftig sind) und Beziehungen der Charaktere untereinander merken muss.
Es zeigt sich wieder der klassische skandinavische Schreibstil, spannend, aber nicht zu ausschweifend. Viel, aber nicht zu viel auf einmal erzählt, so dass jede Seite und jedes Kapitel fesselnd bleibt.
Was mich jedoch ein wenig irritiert hat, ist das 12 Kapitel, das komplett aus dem Kontext gerissen war. Es ist zwar ein Zeitsprung, kommt aber relativ spät im Verlauf der Geschichte, dass man damit gar nicht gerechnet hat. Hier wurden auch sehr viele neue Figuren und Namen vorgestellt und die Story in diesem Kapitel hat zunächst nichts mit der Hauptstory zu tun. Bin mir aber sicher, dass sich das noch auflösen bzw. in die Geschichte eingebunden wird.