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ella.elfe

Traurig und schön zugleich

Wir sind ja nun in der 2. Woche ( für mich noch die 1. - aber ich bin eine schnelle Leserin) und haben uns mit den einzelnen Charakteren bekannt gemacht.
Die Geschichte des Buches wird aus der Sicht von Alex und Molly geschildert. Abwechselnd hat man Kapitel, die Alex oder Molly zugeordnet sind.
Bei Alex wird im Erzählstil und bei Molly in der Ich-Form geschrieben.

Alex ist mir Lisa verheiratet, sie haben einen kleinen Sohn Connor - eine perfekte glückliche Familie. Bis Lisa durch ein tragisches Zugunglück ums Leben kommt und Vater und Sohn nun alleine dastehen. Nicht nur das Alex nun mit dem Alltag alleine fertig werden muß, nein, er muss auch damit klarkommen, dass seine Frau Lisa sich -ohne sein Wissen- zur Organspende entschieden hat. Da es ihr Wunsch war, stimmt er letztendlich zu und Lisa ermöglicht mit ihren Organen 4 Menschen am Leben zu bleiben.
Was folgt ist ein Briefkontakt über eine Mittlungssstelle mit den Spendern, alle 4 Organempfänger setzen sich mit Alex in Verbindung und dieser Kontakt wird intensiver, bis er letztendlich direkt ohne Mittlungsstelle weitergeht.

Molly, eine junge Lehrerin, ist schwer krank und wird ohne Spenderherz nicht überleben können. Sie muss ihre geliebte Arbeit aufgeben und hoffen, dass jemand stirbt, damit sie leben kann.
Dann geht alles ganz schnell und sie bekommt das Herz von Lisa. Der Briefkontakt zu Alex wird intensiver mit der Zeit und auch sie ist bereit ohne Vermittlungsstelle noch weiteren intensiveren Kontakt zu der Familie der Spenderin aufzunehmen.

Es ist ein trauriger Anfang, der viel zu denken gibt. Das Thema Organspende ist ein schwieriges, was in Form einer Geschichte zum Nachdenken angeregt.

Den Charakter von Molly fand ich zu Beginn wenig interessant, fast ein bisschen langweilig und auch traurig, wenn man an ihre Krankheit denkt.
Alex war am Boden zerstört, was ich gut nachvollziehen kann. Aber der Umgang mit dem Tod seiner Frau und wie er das seinem Sohn beigebracht hat, oder hier eher ja nicht, hat mich ein bisschen wütend gemacht. Kinder sind klein und verstehen einige Dinge vielleicht noch nicht, aber trotzdem sollte man ehrlich und offen umgehen mit dem Tod und nicht lügen oder irgendwas erfinden, denn auch Kinder haben das Recht zu trauern und zur Not kann man sich immer therapeutische Hilfe suchen, wenn man es nicht alleine schafft. Aber dieses Verschweigen und in Watte packen schadet letztendlich mehr, denn daraus entstehen weiter Probleme.
Mit gefallen die anderen Charaktere, alles zusammen ergibt es eine bunte Mischung. Eine Katzenlady, ein erfolgreicher Architekt, der junge Mann, der zu jung ist für das, was er angeblich alles schon gemacht hat.

Das mysteriöse Aufeinandertreffen von Molly und Mac, sowie der Kontakt zwischen Molly und Alex lässt vermuten, dass sich da noch was entwickelt.
Dann der Aspekt, dass Alex versucht irgendwas von seiner Frau in den Organempfängern wiederzufinden, was auch immer wieder angedeutet wird, dass es so sein könnte, macht es spannend.
Bisher gefällt mir das Buch sehr gut, es lässt sich sehr schön lesen. Der Schreibstil ist angenehm und es bleibt immer spannend...