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Das Buch ist aus...

..gelesen und ich habe es einige Tage "sacken" lassen.
Nachdem ich es mit reichlich Verspätung erhalten habe war ich leider immer im Rückstand für die Rückmelde-Wochen.
Grundsätzlich hat mir das Buch gefallen. Besonders der erste Teil mit Lisas Tod war sehr berührend. Vermutete ich zu Beginn meiner Lektüre ein "vorhersehbares" Ende, so wurde ich im Laufe des Leseabenteuers angenehm überrascht. Leider konnte ich im Verlauf des Buches nicht mit den Protagonisten "mitfiebern"; ich habe die Entwicklung der Geschichte wie "von außen" mit Interesse verfolgt, was aber nicht mehr in der Geschichte drin.

Organspende ist für mich ein sehr wichtiges Thema. In diesem Buch wird das Thema von mehreren Seiten beleuchtet: Die Angehörigen der Spenderin haben einen anderen Bezug zu der Organspende als die Empfänger der Spenderorgane. Soweit ist das Buch für mich gelungen.

Ob womöglich die Transplantatempfänger die Spende erhalten haben, um gemeinschaftlich das Kind der Organspenderin zu retten... diesen mystischen Twist der Geschichte konnte ich so gar nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach hätte es ihn nicht gebraucht, bzw. hätte diese Facette der Erzählung ausführlicher beleuchtet werden sollen.

Sieht man das Buch als Entwicklungsroman funktioniert er recht gut. Vater und Sohn müssen mit dem Tod der geliebten Ehefrau und Mutter klarkommen. Die herzkranke Lehrerin erhält ein "neues" Leben und findet eine neue Liebe. Die einsame Rentnerin erhält zur neuen Niere auch noch Familienanschluss. Der Architekt kann wieder sehen und somit arbeiten. Was genau mit dem Empfänger der Lunge ist bleibt etwas nebulös.

Jetzt freue ich mich auf den Erhalt es Fragebogens. Vielleich sehe ich durch die dort enthaltenen Fragen das Buch noch einmal in neuem Licht.